Sormat

Befestigungsschule: Mörtelhandbuch

Das Sormat-Mörtelhandbuch schafft Überblick im Universum der Injektionsmörtel. Sachgerecht angewendeter Qualitätsmörtel ist der beste Garant dafür, dass die Verankerung nicht zum Schwachpunkt der Konstruktion wird.

Injektionsmörtel, Verankerungsmörtel, chemische Dübel, Klebedübel… auf chemischen Verbindungen basierende Befestigungen sind unter diversen Bezeichnungen bekannt. Mörtel dieser Art werden in Kartuschen verschiedener Größe verkauft. Das üblichste Kartuschenvolumen ist 300 ml. De facto ist dies die Standardgröße der in Baumärkten erhältlichen Silikon- und Acrylmörtelkartuschen.

CHEMISCHE VERANKERUNGEN BESTEHEN AUS MÖRTEL UND METALLANKER

Mörtelkartuschen enthalten normalerweise zwei in separaten Kammern untergebrachte Komponenten: Härter und Harz.  Bei der Anwendung des Mörtels werden beide Komponenten gleichzeitig aus der Kartusche gedrückt. Dabei vermischen sie sich in der Mischdüse (oder dem Mischrohr, auch schlicht Mixer genannt) der Kartusche. Verbundanker sind chemische Verankerungen, die sich aus besagter Mörtelmasse sowie einem Metallanker (Gewindestab, Ankerstange oder Bolzen) zusammensetzen. Der Anker wird in den zuvor in das Bohrloch injizierten Mörtel geschraubt, bevor dieser aushärtet

Auch andere Metallkomponenten können als Anker in den Mörtel gedreht werden, u. a. Innengewindehülsen, Bewehrungsstäbe, Pfostenschuhe oder Ringösen (das oben abgebildete Beispiel dient zur Verankerung eines Stegs an einer Felsenküste). Da glatte Stahloberflächen nicht griffig genug sind, um sicheren Halt zu gewährleisten, ist es wichtig, dass die Außenfläche des Ankers z. B. ein Gewinde oder Noppen aufweist.

Für löchrige oder hohle Verankerungsgründe (z. B. Lochziegel, Hohlblocksteine) empfiehlt sich die zusätzliche Verwendung von Siebhülsen, um übermäßigen Mörtelverbrauch zu verhindern.

BOHREN, SÄUBERN, PRESSEN – SCHRAUBEN, HÄRTEN, BEFESTIGEN!

Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass untaugliche Befestigungen in den meisten Fällen auf Montagefehler zurückzuführen sind. Beim Anbringen von Verbundankern sollten daher einige Grundsätze beachtet werden:

· Staub und Schmutz im Bohrloch reduzieren die Haltbarkeit des Mörtels um bis zu fünfzig Prozent! Zur Reinigung des Bohrlochs empfiehlt sich eine passende Spezialbürste  in Kombination mit einer Luftpumpe. Falls Sie diese nicht zur Hand haben, können Sie sich z. B. mit einer Flaschenbürste und einem passenden Schlauchstück oder Strohhalm behelfen. Achten Sie beim Ausblasen darauf, keinen Bohrstaub ins Gesicht zu bekommen! Falls Sie über einen für Betonstaub geeigneten Industriestaubsauger verfügen, können Sie das Loch auch damit reinigen. Dies geht am besten, indem Sie mit Klebeband eine überzählige ISL-Mischdüse o.ä. sowie bei Bedarf ein EXT-Verlängerungsstück auf dem Saugschlauchende befestigen. Auch ein Druckluftkompressor leistet gute Dienste! Vergessen Sie jedoch keinesfalls das Bürsten des Bohrlochs, da sonst unweigerlich Staub an dessen Innenwand hängenbleibt.

· Injektionsmörtel bestehen aus zwei Komponenten, die sich erst beim Auspressen miteinander vermischen. Vergewissern Sie sich vor jedem Gebrauch, dass die aus der Düse austretende Masse einfarbig ist. Nur dann ist sie komplett vermischt! Verwenden Sie zum Testen ein Stück Pappe und pressen Sie so lange Mörtel darauf, bis dieser vollkommen einfarbig ist. Falls die beiden Komponenten nicht ausreichend miteinander vermischt sind, kann der Mörtel nicht aushärten!

· Füllen Sie Bohrlöcher in massiven Baustoffen zu 2/3 mit Mörtel. Füllen Sie im Falle mehrerer Löcher höchstens zwei auf einmal, da sonst der Mörtel hart wird, bevor Sie dazu kommen, den Metallanker einzuschrauben. Im Innenraum bei normaler Zimmertemperatur härtet er bereits nach wenigen Minuten aus!

· Den Metallanker nicht eindrücken, sondern stets in die Masse schrauben!

· Austretenden Mörtel nicht vor dem Aushärten abwischen, da sonst Schmutzränder zurückbleiben! Warten Sie, bis der überschüssige Mörtel hart geworden ist, und klopfen Sie ihn mit Hammer und Flachschraubendreher o.ä. vorsichtig ab.

· Die Kartusche kann mehrmals verwendet werden – es genügt, vor dem nächsten Einsatz eine neue Mischdüse aufzusetzen! Die alte Düse ersetzt nach der Verwendung den Korken und sorgt dafür, dass die in der Kartusche befindliche Masse elastisch bleibt. Tauschen Sie sie vor dem erneuten Gebrauch gegen eine neue Düse aus und pressen Sie zu Arbeitsbeginn wie oben beschrieben probeweise Mörtel aus, bis dieser einfarbig ist.

· Bei längerer Lagerung verschlechtern sich die Eigenschaften des Mörtels mit der Zeit. Auf jeder Kartusche ist daher ein Mindesthaltbarkeitsdatum („EXP. DATE“ + Monat und Jahr) vermerkt, nach dem das Produkt möglichst nicht mehr verwendet werden sollte. Die Kartusche bitte kühl und trocken lagern und vor direktem Sonnenlicht schützen!

· Injektionsmörtel eignen sich für chemische Verankerungen in sämtlichen mineralischen Baustoffen. Die Eignung der individuellen Mörtelarten für unterschiedliche Umgebungen und Materialien sollte vor dem Gebrauch überprüft werden. Entsprechende Herstellerweise finden Sie normalerweise auf dem Etikett. Das folgende Video zeigt die Verankerung eines Balkenschuhs in einem LECA-Hohlblock:

YouTube-icon-full_colorWeitere Videos finden Sie auf unserem Youtube-Kanal, youtube.com/sormatfixing. Falls Sie ein spezielles Verankerungsproblem haben, füllen Sie einfach unseren Fragebogen aus – unser Expertenteam hilft Ihnen jederzeit gerne weiter!  Die Antwort auf Befestigungsfragen lautet sormat.com!

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